Kongo – Bürgerkriegsmilizen und Seuchen plagen die Demokratische Republik Kongo seit Jahren. Das Land kennt kaum Zeiten der Ruhe und des Friedens. Jetzt, mitten in einer Ebola Epidemie, scheint der politische Islam auch Fuß gefasst zu haben.
Wie die New York Times berichtet, scheinen sich IS-Kämpfer aus aller Welt, darunter auch erfahrene Krieger aus dem syrischen Bürgerkrieg, im Kongo eingefunden haben, um das von Unruhen geplagte Land für Allah zu erobern. In ganz Afrika befindet sich der politische Islam auf dem Vormarsch. Neben Mali und ganz Nordafrika, sickert der IS nun langsam auch ins Herz von Schwarzafrika ein. Ein Angriff vom 18. April diesen Jahres soll auf das Konto der Islamisten gehen. Dabei wurden kongolesische Soldaten und militärische Gebäude an der Grenze angegriffen.
Der IS selbst proklamierte, dass „die Soldaten des Kalifats“ diese Taten verübt hätten und auch das Zentrum Afrikas bald dem Islam gehören werde. Militärexperten haben schon lange davor gewarnt, dass die militärische Niederlage des IS im Nahen Osten keinesfalls sein Ende bedeutet, sondern nur neue Fronten in einem globalen Glaubenskampf eröffnen wird. Nigeria, Kenia, Mali, die Zentralafrikanische Republik und nun die Demokratische Republik Kongo sind nur einige neue Opfer in einer neuen dschihadistischen Angriffswelle.
Nach Schätzungen sind nur etwa 10% der Einwohner des Kongo Muslime. Ihre Zahl wächst jedoch auch hier wie überall in Afrika stark und schnell an. (CK)
@jouwatch



