Bei einem Polizei-Einsatz im baden-württembergischen Ebersbach ist eine Frau angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden, wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ulm und des Polizeipräsidiums Reutlingen hervorgeht.
Die 38 Jahre alte Frau, die „wegen einer psychischen Auffälligkeit zurückliegend bereits in psychiatrischer Behandlung gewesen war“, hatte am Montag gegen 21:45 Uhr selbst den Notruf gewählt und Suizid angekündigt.
Kontakt über die Wohnungstür
Die entsandte Streifenwagenbesatzung konnte zunächst durch die Wohnungstür mit der Frau kommunizieren. Demnach wollte sie die Tür nicht öffnen. Danach begann die Feuerwehr, die Tür aufzubrechen.
Die 38-Jährige sei schließlich mit einem mehr als 20 Zentimeter langen Küchenmesser in den Hausflur gekommen und auf die Einsatzkräfte zugegangen. Die Beamten machten „von der Schusswaffe Gebrauch“, heißt es in der Mitteilung.
Die Frau wird demnach in einem Krankenhaus behandelt. Nach aktuellem Stand bestehe Lebensgefahr.
Vorfall in Gelsenkirchen
Anfang Januar hatte ein Polizist in Gelsenkirchen im Ruhrgebiet einen psychisch kranken Mann erschossen, der sich den Angaben zufolge Beamten mit einem Messer genähert hatte.
Fazit 2018
2018 hatten Polizisten in Deutschland nach Angaben der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster auf 56 Menschen geschossen. 34 von ihnen wurden verletzt, elf kamen den Angaben zufolge ums Leben.
ak/mt/dpa



