Betreiber von Kohlekraftwerken bekommen laut Finanzminister Olaf Scholz Milliardenentschädigungen für das vorzeitige Abschalten ihrer Anlagen.
Für das vorzeitige Abschalten von Kraftwerken bekommen Betreiber Entschädigungen von insgesamt 4,35 Milliarden Euro. Eine bedeutende Summe dürfte an RWE gehen.
Finanzminister Olaf Scholz sagte am Donnerstag in Berlin, Betreiber westdeutscher Kraftwerke erhielten 2,6 Milliarden Euro, Betreiber von Anlagen im Osten 1,75 Milliarden.
Der erste Block eines Kohlekraftwerks soll bereits in diesem Jahr vom Netz gehen. Acht sehr alte und dreckige Blöcke würden schnell abgeschaltet, sagte Umweltministerin Svenja Schulze am Donnerstag in Berlin.
„Der Kohleausstieg beginnt sofort, er ist verbindlich“, so Schulze.
Wirtschaftsminister Peter Altmaier sprach von einer „guten Einigung für den Klimaschutz, die deutlich macht, dass wir es ernst meinen“.
Bund und Kohleländer einigen sich auf Zeitplan für Braunkohle-Aus
Zuvor hatte die dpa gemeldet, dass sich die Bundesregierung und die Bundesländer mit Braunkohle-Regionen in der Nacht zum Donnerstag auf einen Zeitplan zum Abschalten von Kohlekraftwerken verständigt hätten.
Die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg stimmten demnach einem von der Bundesregierung vorgestellten Stilllegungsvertrag für die Braunkohlekraftwerke zu, der nun mit den Betreibern der Braunkohle-Kraftwerke und -Tagebaue vertraglich festgelegt werden soll.
ak/dpa



