Frankreich – Seit dem 17. November trägt die Bewegung „Gilets jaunes“ – die „Gelben Westen“ – ihren Protest auf die Straße. Durch Straßensperren und Blockaden vor Tankstellen oder Einkaufszentren wollen die Demonstranten heute Paris lahmlegen und so gegen die massiv gestiegenen Spritpreise, wie auch gegen die hohen Integrationskosten der verordneten Migration protestieren. Immer lauter werden auch die Forderungen nach einem Rücktritt Macrons. Mit Livestream.

Die geplante Teuerung von Benzin und Diesel bringt das Fass für viele Franzosen nun zum Überlaufen. „Macron, tritt zurück!“, rufen sie auf den Straßen. Es sieht nicht gut aus für Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Sein Beliebtheitswert ist auf 25 Prozent abgesackt.
Seit fast einer Woche blockieren die Gelben Westen Straßen, Autobahnen und Erdöldepots. Zwei Menschen sind ums Leben gekommen, Hunderte wurden verletzt.
Auch wenn nicht alle von ihnen auf die Straße gehen: 8 von 10 Franzosen sollen die Protestbewegung laut Umfragen unterstützen. Wieviele bei der heute geplanten Riesenblockade von Paris mitmachen werden, ist unklar.
“Ich hoffe, dass alle aus den Vororten und der Umgebung kommen werden und dass die Pariser selbst auch die Hauptstadt ihres Landes, Frankreichs, in Besitz nehmen werden und entweder in gelben Westen auf den Straßen gehen werden oder im Schneckentempo mit dem Auto fahren“, so der Mit-Organisator Franck Buhler.
Das Innenministerium hat massive Sicherheitsbedenken und bittet die Demonstranten, sich nur auf dem Champ der Mars, der Grünanlage neben dem Eiffelturm zu versammeln. Die hohe Zahl der Verletzten in der vergangenen Woche zeige die Notwendigkeit, Versammlungen zu organisieren und zu überwachen, um den Schutz Aller zu gewährleisten.
Ein mutmaßliches Mitglied der schwarzafrikanischen Liga LDNA ruft seine Genossen aus den Banlieues zu Gegenprotesten auf.
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