StartZARONEWS PresseAgenturGutmenschen entsetzt: Schriftsteller vergleicht Papst mit Hitler und Stalin

Gutmenschen entsetzt: Schriftsteller vergleicht Papst mit Hitler und Stalin

Rom – Diese Meldung des Domradios avancierte aus dem Stand auf Platz ein der Leser-charts: „Der Schriftsteller Martin Mosebach hat die öffentlichen Auftritte von Papst Franziskus indirekt mit denen von Stalin und Hitler verglichen. Dafür wird er deutlich kritisiert vom deutschen Laienpräsidenten Sternberg und Pater Hagenkord von Vatican News.“

Wieder mal hat ein unbequemer Mahner kräftig am Papstthron gerüttelt, und das Oberhaupt der katholischen Kirche, dass von einem islamischen Kalifat zum nächsten reist, Scharia-Scheichs die Hände schüttelt und mit 200 Millionen muslimischen Einwanderern die christliche und liberale Tradition Europas auslöschen will, mit den beiden größten Verbrechern des letzten Jahrhunderts verglichen. Mit Hitler und Stalin. Aber was hat der milde lächelnde, sanft daherkommende oberste Gutmensch mit den beiden finster dreinblickenden schnurrbärtigen Diktatoren gemeinsam?

Hierzu schreibt Domradio:

„Es ist die Art sich in Szene zu setzen. In früheren Zeiten sei das päpstliche Auftreten altmodisch und „rührend in seiner Gestrigkeit“ gewesen, sagte Mosebach im Interview der „Herder Korrespondenz„. Aber die „starken Männer der Moderne, ein Stalin, ein Hitler, haben ganz andere Stilmittel gebraucht, um sich ins rechte Licht zu setzen, und so hält es auch der heutige Papst“, betonte der Autor.“

Als Beispiel für solche Inszenierungen nennt der Autor die großen Papstveranstaltungen in einem Fußballstadion, wo „Zigtausende auf eine einzelne weiße Gestalt in der Mitte ausgerichtet sind, das ist eine viel totalitärere Sprache als das umständliche, verstaubte Hofzeremoniell von einst“.

Auch das medienwirksame „Küssen und Liebkosen von Kindern“ gehöre nach Ansicht von Mosebach ebenfalls zum Ritual der modernen Diktatoren. Mit gemischten Gefühlen beobachtet der streitbare Katholik, wenn Kranke im Rollstuhl benutzt werden, um an ihnen Wohltätigkeit und Barmherzigkeit zu demonstrieren: „Mich überläuft es mit Schauder, wenn der regierende Heilige Vater immer von der Zärtlichkeit Gottes spricht“, sagt der Autor dem Magazin Herder-Korrespondenz.

Kriegszug gegen den Papst

Heftige Kritik gegen die Ausführungen des Büchner-Preisträgers kam, wie nicht anders zu erwarten, vom islamfreundlichen Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, der zusammen mit dem Schriftsteller in der Papstangelegenheit interviewt wurde.

„Da muss ich wirklich heftig widersprechen, weil ich es anders erlebt habe“, sagte Sternberg. Es sei eben keine Show, wenn sich Franziskus kranken oder behinderten Menschen zuwende – unabhängig davon, ob Kameras in der Nähe seien oder nicht.

Vatikanjournalist Bernd Hagenkord sprach gar von einem „Kriegszug gegen den Papst“. Er sei sprachlos, dass sich ein intelligenter Mensch und Schriftsteller so äußere. Auf seinem Blog schreibt der Hofberichterstatter des Papstes:

„Hitler, Stalin und Franziskus. Jawoll, es ist mal wieder Zeit für einen Nazi-Vergleich. Missbrauchs-Debatte und scharfe Kritik am Papst reichen nicht, es muss die Keule sein. Wer war es? Martin Mosebach, mal wieder auf Kriegszug gegen den Papst. Ort des Geschehens: Ausgerechnet die Herder Korrespondenz, wie ich einer Pressemittelung entnehme. Ihn erinnerten die Stilmittel des Pastes an die „starken Männer der Moderne“, „wie ein Stalin, ein Hitler“, zitiere ich die Pressemittelung. Das lässt mich sprachlos. Sprachlos, weil ein intelligenter Mensch und Schriftsteller sowas sagen kann. Der kennt die Debatten um Nazivergleiche zur Genüge, sollte man denken. Sprachlos aber auch und vor allem, weil sowas in der Herder Korrespondenz erscheint. Eigentlich ein Magazin zur Debatte. Jetzt Debattenabbruch.“

Die Nazikeule als Bumerang

Dass solche Töne nun ausgerechnet aus dem Vatikan kommen ist mehr als sonderbar, oder am besten mit dem Sprichwort „Wie man in den Wald hineinruft so schallt es heraus.“ Also ein Paradebeispiel für die doppelte Moral der Gutmenschcommunity. Denn es ist noch gar nicht lange her, da warnte der Papst laut Merkur die Jugend vor  sogenannten Populisten und erinnerte an den Aufstieg Hitlers. Auch die deutschen Kirchen haben unter dem Motto „Unser Kreuz hat keine Haken“ die AfD immer wieder mit Hitlers NSDAP verglichen (Quelle Spiegel). Dass solche perfiden Angriffe in abgewandelter Form auf den Urheber zurückfallen, ist eigentlich nur folgerichtig. Das Entsetzen darüber ein Zeichen von mangelhafter Selbstreflexion (KL)

@jouwatch

Quelle!:

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