StartZARONEWS PresseAgenturHaben Behördenmitarbeiter in Dresden Asylbewerber vor der Abschiebung gewarnt?

Haben Behördenmitarbeiter in Dresden Asylbewerber vor der Abschiebung gewarnt?

Dresden – Wurden Asylbewerber von Behördenmitarbeitern vor der drohenden Abschiebung gewarnt? Diesem ungeheuerlichen Verdacht geht jetzt die Staatsanwaltschaft Dresden nach.

Im vergangenen Jahr sollen laut Bild zahlreiche Abschiebungen gescheitert sein, weil die Polizei niemanden zu Hause antraf. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun, ob Behördenmitarbeiter die Betroffenen zuvor gewarnt haben.

„Es gibt ein Verfahren wegen der Verletzung von Dienstgeheimnissen. Wir sind noch ganz am Anfang“, erklärte der zuständige Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt (43) gegenüber Bild. Ob der Verdacht sich gegen einen oder sogar mehrere Mitarbeiter der mit Migration befassten Abteilungen im Rathaus Dresden richtet, sei noch unklar.

Die Anzeige soll ein zuvor entlassener Angestellter erstattet haben – womöglich spielt der Streit um seine Kündigung eine Rolle für die Behauptung des angeblichen Datenlecks in Sachen Abschiebung.

In Dresden wurden im vergangenen Jahr 283 von 612 Abschiebungen (47%) abgebrochen. Damit war die Abbruchquote in etwa so hoch wie in ganz Sachsen. (MS)

@jouwatch

Quelle!:

Empfohlene Artikel
- Advertisment - Beschreibung des Bildes