Worms – „Eine 21-jährige Frau ist in der Nacht zum Mittwoch im Wormser Nordend getötet worden. Tatverdächtig ist ein 22-jähriger Mann, der tunesischer Staatsangehöriger ist. Das Opfer ist deutsche Staatsangehörige.“ Lautet die lapidare Meldung des echo. Ergänzt durch die atemberaubende Erkenntnis der Polizei, dass es sich um eine „Beziehungstat“ handelt. Eine von vielen „Beziehungstaten“ im Täterschutzland Rheinland-Pfalz, dass besonders Mörder mit Migrationshintergrund mit Samthandschuhen anpackt. Und so klingt das Statement von SPD-Bürgermeister Michael Kissel „Worms dürfe kein „Kandel“ werden und von rechtspopulistischen Kräften missbraucht werden“, bereits jetzt schon nach dem üblichen Verdrängungsschema.
Nach Angaben des Echos hat sich der Täter am frühen Mittwochmorgen bei der Polizei in Worms gestellt. Er gab – wie unzählige seiner Vorgänger – an, seine Freundin nach einem Streit getötet zu haben. Polizeibeamte fanden daraufhin in der Wohnung die getötete Deutsche.
Wie und auf welche Weise und welchem „Mordwerkzeug“ die Frau umgebracht wurde, darüber schwieg sich die Polizei zunächst aus. „In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft würden die Ermittlungen weiter intensiv vorangetrieben, dass für Kapitaldelikte zuständige Kommissariat 11 des Polizeipräsidiums hat dies übernommen“, heißt es an entsprechender Stelle der Echomeldung.
Inzwischen steht nach anderen Medienberichten – Allgemeine Zeitung – fest, dass als Tatwaffe ähnlich wie in Kandel wohl ein Küchenmesser zum Einsatz kam.
Daraufhin sei der Tatverdächtige festgenommen worden und soll nun dem Haftrichter in Mainz vorgeführt werden. Das übliche Prozedere. Nach weiteren Informationen der Zeitung, die sich auf Aussagen von Oberstaatsanwalt Gerd Deutler stützen, hat sich die Tat in der Wohnung der Eltern abgespielt haben, wo der Tunesier ein aus ausging, aber nicht wohnte. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine Erkenntnisse darüber, ob der Tunesier „schon einmal polizeilich aufgefallen ist oder gar strafrechtlich vorbelastet ist“.
Oberbürgermeister Michael Kissel meinte aber sofort, „man müsse das Geschehen mit dem gebotenen Respekt und politischen Augenmaß zu behandeln“ Er schwadronierte über „gesellschaftspolitische Verantwortung“ und rief dazu auf „Vertrauen in die Justiz zu zeigen.“ Wie es um das Vertrauen um die Rheinland-Pfälzische Justiz bestellt ist, offenbart die Ermordung der jungen polnischen Mutter in Neustadt im vergangenen Jahr, als die Justiz den türkischen Täter, der mit einem Messer anreiste, um die Frau umzubringen, lediglich wegen Totschlag anklagte. Wenig überzeugend ist auch der Freispruch in Mainz nach einem Mordanschlag mit einem 10 Kilo schweren Mülleimer, der gezielt auf eine Gruppe wartender Frauen geworfen wurde. Beim Mord an Mia in Kandel verzichtete das Landauer Gericht auf eine Bestrafung nach dem Höchstmaß.
Inzwischen hat auch die AfD Worms sich zum Fall geäußert und den Slogan „Kandel ist überall“ auf ihre Webseite gestellt mit einer kurzen Notiz zur Tat. (KL)
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