Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz will sich für den CDU-Vorsitz bewerben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin am Mittwoch aus seinem Umfeld.
Merz sei entschlossen, zu kandidieren, wisse die Parteibasis hinter sich und fühle sich durch aktuelle Umfragen ermutigt, hieß es.
Spekulationen darüber, dass der Politiker bereit sei, unter einem möglichen Parteivorsitzenden Armin Laschet Wirtschaftsminister zu werden, seien ein theoretisches Szenario, hieß es aus dem Umfeld des 64-Jährigen weiter. Mögliche Posten könnten derzeit noch nicht verteilt werden.
In Kreisen des Politikers wird gleichzeitig betont, dass er offen für eine Mitgliederbefragung, jedoch nicht für einen bindenden Mitgliederentscheid sei.
Zuvor hatte Merz gegenüber der „Bild“-Zeitung erklärt, dass er eine Abstimmung der rund 400.000 Mitglieder seiner Partei über den künftigen Vorsitzenden doch als denkbar sehe. Er sei „nicht grundsätzlich gegen eine Beteiligung der Parteimitglieder durch eine Mitgliederbefragung“, wird ein Sprecher von Merz am Mittwoch in der „Bild“ zitiert. „Die endgültige Entscheidung muss aber auf einem Bundesparteitag der CDU getroffen werden“, hieß es weiter.
Kramp-Karrenbauer tritt zurück
Kramp-Karrenbauer kündigt Rücktritt an
Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat am Montag angekündigt, auf eine Kanzlerkandidatur zu verzichten und in absehbarer Zeit auch den Parteivorsitz abzugeben. Kramp-Karrenbauer hatte dieses Amt erst vor 14 Monaten übernommen. Die CDU-Politikerin erklärte jedoch, weiterhin im Amt der Verteidigungsministerin zu bleiben.
Kramp-Karrenbauer galt lange als Merkels Nachfolgerin. In den letzten Monaten stand sie aber immer wieder in der Kritik, parteiintern soll ihr auch Führungsschwäche vorgeworfen worden sein.
jeg/mt/dpa



