Österreich – Wer beim Nachbarn Österreich die Führerscheinprüfung bestehen will, muss ab 1. Juni 2019 Deutsch, Englisch, Slowenisch oder Kroatisch beherrschen. Türkisch ist ab diesem Datum keine zulässige Prüfungssprache mehr. Damit sollen dem Steuerzahler „nicht argumentierbare Kosten“ für Prüfungsunterlagen in der türkischen Sprache erspart werden.
Türkisch war bislang die zweithäufigste Prüfungssprache. Beim Nachbarn Österreich war es – wie in Deutschland – möglich, die Führerscheinprüfungen in dieser Sprache abzulegen. Das österreichische Verkehrsministerium bekräftigte, dass die Möglichkeit, die Prüfung in englischer oder türkischer Sprache abzulegen, bisher „lediglich auf einem Entgegenkommen“, beruhte. Angebote auf Türkisch würden jedoch andere ethnische Minderheiten diskriminieren. – Österreich hat sich im Staatsvertrag 1955 verpflichtet, diese zwei Sprachen als Amtssprachen anzuerkennen.
„Durch jede weitere angebotene Sprache entstehen der öffentlichen Hand nicht argumentierbare Kosten in fünfstelliger Höhe“, argumentiert Österreichs Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) Hofer. Fahrschülern können ab 1. Juni ihre Prüfungen neben Deutsch in Englisch sowie Slowenisch und Kroatisch ablegen und haben dennoch eine große Auswahl, so der Minister laut der Krone-Zeitung.
In der nach allen Seiten offenen Bundesrepublik kann die theoretische Prüfung in den Sprachen Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Kroatisch, Spanisch, Türkisch und seit 1. Oktober 2016 auch in Arabisch abgelegt werden. (SB)
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