StartZARONEWS PresseAgenturPapstreise nach Arabien: Interreligiöse Propaganda-Show mit Zuckerbrot und Peitsche

Papstreise nach Arabien: Interreligiöse Propaganda-Show mit Zuckerbrot und Peitsche

Abu Dhabi – Der Islam setzt seit seiner Gründung und gewaltsame Ausbreitung auf zwei bewährte Praktiken, um seine Gegner niederzuringen. Sie heißen Zuckerbrot und Peitsche. Auf seiner schon jetzt als historisch gefeierten Reise auf die Arabische Halbinsel lernte Papst Franziskus die scheinbar süße Seite eines islamischen Landes kennen. Das Zuckerbrot, auch als Halfa bekannt, dient nicht nur im Orient dazu, zwangsverheirate Frauen auf weibliches Idealmaß zu mästen, sondern gilt auch als Sinnbild arabischer Gastfreundschaft. Eines der dicken Halfabrocken der Gastgeber in Abu Dhabi bestand in der eindrucksvollen Abschiedsmesse mit mehr als 120 000 Menschen, darunter auch 4000 Muslimen. Gefeiert wurde das Spektakel vor allen von den Gastgebern laut Domradio als „Festival der Toleranz“.  

Begeistert schrieb Domradio bereits in seiner gestrigen Onlineausgabe: „Im Herzen der islamischen Welt loben zwei Tage lang Redner verschiedener Religionen und Konfessionen Toleranz, Brüderlichkeit und Dialog. „Es gibt heute keinen wichtigeren kulturellen Wert als Toleranz“, so Ahmed Aboul Gheit, Generalsekretär der Arabischen Liga in seiner Eröffnungsrede am Sonntag. „Toleranz“ ist das Stichwort.“

Unter Federführung von Kronprinz Muhammad bin Zayed, dem neuen starken Mann der vereinigten Emirate wurde gar das Wort „Toleranz“ zum Jahresmotto 2019 erklärt. Er ist maßgeblich für das historische Treffen verantwortlich. Vor allem aber fädelte er eine Zusammenkunft des Papstes mit dem Groß-Imam der Kairoer Al-Azhar-Universität, Ahmed Mohammed al-Tayyeb, ein. Er ist einer der wichtigsten geistigen Führer der Sunnitischen Welt.  Fünfmal haben die beiden sich schon getroffen und über Gott und die Welt geplaudert, ohne dass sich in über 20 islamischen Ländern, die auf der Liste der Christenverfolger-Staaten stehen, etwas geändert hat. Auch bei diesem Treffen wurde große Worte medienwirksame Worte in die arabische Wüste gesandt.

Wie Domradio weiter berichtet, unterzeichneten die beiden eine gemeinsame Erklärung zum Thema „Menschliche Brüderlichkeit“. „Das Dokument ruft zu Solidarität zwischen allen Menschen und zur Wahrung der Menschenrechte auf, verurteilt Hass und Blutvergießen sowie Gewalt, besonders Terrorismus, der Religion instrumentalisiere.“  In einer zentralen Rede verurteilte Franziskus weiterhin im Rahmen der interreligiösen Konferenz Kriege und forderte Religionsfreiheit sowie Frieden und Brüderlichkeit.

Das Bild der beiden Hände schüttelnden Religionsoberhäupter hat es heute auf einige Titelseiten der Printausgaben deutscher Tageszeitungen – unter anderem auch FNP – geschafft, und soll vor allem eins signalisieren. Keine Angst vor dem Islam. Er ist ja so tolerant. Bei genauerem Hinsehen merkt man, dass sich die Wüstenscheichs im wahrsten Sinne diese Toleranz leisten können. So wie Luxuskarossen, vier Frauen und teure Paläste. Gerede mal sechs Prozent der Einwohner im Wüstenstaat sind Christen. Und diesen Christen verdanken die Öl-Scheichs einen nicht geringen Teil ihres Wohlstandes, denn, so schreibt der Nachrichtendienst DW „Die meisten von ihnen kommen aus Süd- und Südostasien und halten sich als Gastarbeiter in den Emiraten auf.“

Laut DW kamen die ersten Christen bereits in den sechziger Jahren, haben damit also entscheidend zum Wohlstand des Landes beigetragen. Dass man Menschen, denen man seinen Wohlstand verdankt, auch anständig behandelt und ihnen gestattet, ihrem friedlichen Glauben nachzugehen, müsste eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein und bedarf keine großen „Kirchen-Propaganda-Glocke. Denn die religiöse Toleranz der VAE ist eine absolute Ausnahme und stellt längst keine Regel da. Dies bestätigt vor allem ein Blick ins Nachbarland Saudi-Arabien. Hierzu Ulrich Pöner, Bereichsleiter Weltkirche und Migration bei der Deutschen Bischofskonferenz im DW-Gespräch: „Die Toleranz in den VAE sei eine Art, mit der Masse der Migranten umzugehen. Darauf muss man reagieren. Man kann darauf entweder mit totaler Repression antworten, wie es Saudi-Arabien tut. Oder man öffnet sich, wie es in den VAE der Fall ist. Das ist eigentlich die klassische Reaktion, wie sie durch die muslimische Tradition vorgegeben ist.“

Also im Klartext: Zuckerbrot in VAE, Peitsche in Saudi-Arabien und vielen anderen muslimischen Ländern. Die Papstreise erinnert an einen naiven Touristen, der in einem strengen islamischem Land, in einem streng abgeschirmten Hotel Urlaub macht, am Pool ein paar Bikinischönheiten antrifft und zu Hause erzählt er hätte im freisten Land der Welt seine Ferien verbracht. Dass keine fünf hundert Meter entfernt Frauen nicht einmal allein das Haus verlassen dürfen, ist ihm beim Urlaub komplett entgangen. (KL)

@jouwatch

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