StartZARONEWS PresseAgenturQuotzenterror: Linksfraktion fordert gendergerechte Filmförderung

Quotzenterror: Linksfraktion fordert gendergerechte Filmförderung

Was den Kulturmarxisten schon ewig stinkt, das ist, daß es ihnen trotz aller Bemühungen nicht und nicht gelingen will, aus Frauen Männer zu machen und umgekehrt. Jetzt haben sie die Filmförderung auf dem Kieker. Es gibt zu wenig Filme, bei denen Frauen Regie führen, das Drehbuch geschrieben – und die Produktion innehaben. Das heißt, die Linksfraktion ist gleich doppelt falsch abgebogen. Erstens ist die staatliche Filmförderung ansich schon ein Unding, und zweitens wäre eine Quotierung der Förderung die Verdoppelung des Schwachsinns. Info aus dieser Drucksachedes Bundestages.

Kultur und Medien/Antrag Berlin: (hib/AW) Die Linksfraktion fordert die Bundesregierung auf, mindestens die Hälfte der Filmfördergelder des Bundes an Filmproduktionen zu vergeben, bei denen Frauen die Regie führen, das Drehbuch geschrieben haben oder für die Produktion verantwortlich sind. Die Fraktion begründet ihren entsprechenden Antrag (19/7706) mit dem Umstand, dass nur ein geringer Teil der mehr als 400 Millionen Euro an Filmförderung von Bund und Ländern an Filmprojekte von Frauen vergeben werden. Der überwiegende Teil der Filmförderung fließe in Projekte, bei denen Männer die Schlüsselpositionen Regie, Drehbuch und Produktion besetzen. Dabei würden ebenso viele Frauen für die Berufe ausgebildet, ihre Filme seien überproportional erfolgreich auf Filmfestivals und wirtschaftlich. Selbstverpflichtungen der Filmbranche hätten in der Vergangenheit jedoch die strukturelle Asymmetrie zwischen Männern und Frauen nicht aufgelöst.

Der Kultfilmer Klaus Lemke bringt es in einem Interview mit dem „Cicero“ auf den Punkt: „Ich meine, dass der deutsche Film seit den Oberhausenern, bis heute, bestenfalls Klatschen mit einer Hand ist, liegt daran, dass die Jungs damals in Soziologieseminare gegangen sind anstatt ins Kino. Und wenn sie ins Kino gegangen sind, sind sie in die falschen Filme gegangen…“

Mit den Oberhausenern meint Lemke das Manifest von Oberhausen aus dem Jahr 1962. Damals beschloß eine Gruppe junger Regisseure, darunter bspw. Edgar Reitz, künftig den „neuen deutschen Film“ zu machen. Begeistert waren sie damals von Jean-Luc Godard und Michelangelo Antonioni. Natürlich brauchten sie dazu Geld – und so wanderte das Unterfangen ab in den Staat. Im selben Jahr wurde die Filmabteilung an der Ulmer Hochschule für Gestaltung gegründet. Mit dem Kuratorium Junger Deutscher Film entstand dann 1965 die erste Filmförderung für Erstlingsfilme. Die Oberhausener zerfaserten Ende der Sechziger Jahre, die zweite Generation der Geförderten kam dann in den Siebzigern mit Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Volker Schlöndorff und Wim Wenders. Und alle ihre Filme hatten diese sozialpädagogische Attitüde. Einzige Ausnahme vielleicht: „Fitzcarraldo“ von Werner Herzog, mit Klaus Kinski in der Hauptrolle.

Lemke, der alle seine Filme ungefördert produzierte, darunter echte Kassenschlager wie bspw. „Arabische Nächte“ mit Cleo Kretschmer in der Hauptrolle, hat das Problem mit der Filmförderung schon oft angesprochen. Förderung fließt am ehesten an volkspädagogische Machwerke, die den Zuschauer nicht unterhalten, sondern belehren wollen – und zwar ziemlich humorlos immer im Sinne der herrschenden politischen Klasse. Minderheiten, „soziale Ungerechtigkeiten“, das generelle Frauenleid, Rassismus, Chauvinismus, das Patriarchat – alles das sind förderungswürdige Filmthemen, die außer pensionierten ´68er Gymnasiallehrern keine Sau sehen will. Das Geld wird einfach sinnlos verbrannt. Filme mit weniger als einer Million zahlender Kinobesucher sind immer ein wirtschaftlicher Flop. Die deutsche Filmförderung ist also etwas, das man sich hält, um Kunst von und für eine eher kleine Gruppe von Leuten zu machen, die sich für die intellektuelle Elite halten (wollen). Mit derselben Begründung, mit der man heute den Fortbestand der deutschen Filmförderung rechtfertigt, könnte man auch den wirtschaftlich sinnlosen Weiterbau des Airbus A 380 fortführen.

Es wird kein politisch inkorrekter Film jemals gefördert werden. Was bei der deutschen Filmförderung als Endprodukt herauskommt, ist sozusagen eine künstlerisch verbrämte Kopie dessen, was dem Deutschen schon jeden Tag aus den Feuilletons der Zeitungen und den Politmagazinen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten entgegenströmt. Staatsabhängige Kunst ist immer eine sehr fragwürdige Angelegenheit.

Dazu kommt, daß englischsprachige Filme allein schon wegen der Größe der englischsprachigen Welt ungleich bessere Chancen an der Kinokasse haben, als deutschsprachige. Circa 1,5 Milliarden potentiellem Kinobesuchern in der englischsprachigen Welt stehen etwa 90 Millionen Deutschsprachige gegenüber. Die staatliche Filmförderung ist eine deutsche Spezialität. Was die Filmförderung bewirkt, das ist, daß ungeförderte Filme, die es aufgrund der kleinen Marktgröße des deutschsprachigen Raums ohnehin schwer genug haben, auch noch politisch-korrekte Konkurrenz bekommen.

Vor diesem Hintergrund obendrein eine Förderungsquotierung nach Geschlecht zu fordern, ist schon angesichts der Tatsache, daß es nach der linken Geschlechterreligion mindestens deren sechzig gibt, von erheblicher logischer Inkonsistenz. Und ehrlich gesagt: Noch mehr subventioniertes Quotzengedöns braucht kein Mensch, geschweige denn, daß seine Steuergelder dafür verbraten werden dürften.

@jouwatch

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