Behörden in der schwedischen Stadt Eskilstuna haben nach einem Bericht der britischen „Guardian” eine kostenpflichtige Genehmigung für Bettler eingeführt. Die Regelung gilt seit dem 1. August.
Die Erlaubnis koste 250 Kronen (umgerechnet 23 Euro) und müsse alle drei Monateneu beantragt werden, schreibt die Zeitung.
Um sie zu bekommen, müsse man ein Formular online oder bei einer Polizeistation ausfüllen. Notwendig dabei sei ein gültiges Ausweis-Dokument. Für jene, die in Eskilstuna ohne Genehmigung um Geld betteln, wären bis zu 4.000 Kronen (371 Euro) Geldstrafe fällig.
Jimmy Jansson, ein sozialdemokratischer Politiker aus Schweden, erklärte gegenüber der „Guardian”, das Gesetz, das fast nach einem Jahr rechtlicher Verzögerungen in Kraft getreten sei, ziele auf die „Bürokratisierung“ ab, die das Betteln „erschweren“ solle.
Die Kritiker bemängeln hingegen, es legitimiere das Betteln und lasse diejenigen, die zum Leben betteln müssen, ungeschützt. Vor allem Angehörige der Roma-Minderheit aus Rumänien und Bulgarien wären dadurch betroffen.
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