Wien – Die Musikerin Anja Plaschg, die unter dem Künstlernamen Soap&Skin auftritt, will nicht an der Verleihung der Amadeus Austrian Music Awards teilnehmen. Sie will nicht dieselbe Raumluft atmen, wie der ebenfalls nominierte Volks-Rock’n’Roller Andreas Gabalier.
„Mich in derselben Kategorie sowie in derselben Veranstaltung mit einem Möchtegern-Magnat zu wissen, der sein reaktionäres, nationalistisches, chauvinistisches und sexistisches Lebenskonzept zu kommerzialisieren weiß und hier Anklang findet, entsetzt mich derart, dass ich an der Veranstaltung nicht teilnehmen werde“, teilte Plaschg auf Instagram weltgewandt in Deutsch und Englisch mit.

Die 28-jährige österreichische Musikerin, Sängerin, Komponistin, Schauspielerin und Gabalier-Widerstandskämpferin erträgt die körperliche Anwesenheit des beliebten und heftig angefeindeten Musikerkollegen nicht. Die Amadeus Austrian Music Awards sind die größte Musikpreisverleihung des Landes. Plaschg und Gabalier sind in der Kategorie „Album des Jahres“ nominiert.
Mit seinen jüngsten Alben erreichte der 34-Jährige sowohl in Österreich, als auch in Deutschland und der Schweiz Platz 1 der Charts.
Immer wieder Wirbel um Gabalier
Als die Stadt Graz Mitte Februar bekanntgab, Andreas Gabalier das Goldene Ehrenzeichen verleihen zu wollen, war die Empörung ebenso groß wie bei der Entscheidung der Münchner Faschingsgesellschaft Narhalla, die ihn Anfang Februar mit dem Karl-Valentin-Orden auszeichnete.
„Es ist nicht hinzunehmen, dass Gabalier mit seinem offenkundigen Spiel mit faschistischen Symbolen wie dem nachgestellten Hakenkreuz auf dem CD-Cover, seiner Frauenfeindlichkeit und seiner Homophobie mit dem Namen Karl Valentins in Verbindung gebracht wird“, wütete damals laut BILD der Nachlassverwalter und Anwalt der Valentin-Familie Gunter Fette erfolglos. (MS)
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