Berlin – Um dem grünen Oberbürgermeister Boris Palmer zu beweisen, wie falsch er in Sachen Hauptstadt liegt, gab sich die Stadt besondere Mühe und verscheuchte sogar die allgegenwärtigen Drogendealer aus seiner Nähe.
Nachdem Thübingens OB Palmer zum Thema Berlin erklärt hatte: „Wenn ich dort ankomme, denke ich immer: Vorsicht, Sie verlassen den funktionierenden Teil Deutschlands“, hagelte es Kritik von allen Seiten für ihn.
Seitens der Grünen schlug ihm regelrechter Hass entgegen. Die grüne Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop schimpfte auf Twitter: „Wenn Du Metropole, Vielfalt, Tempo und Lebenslust nicht erträgst, kannst Du woanders die Kehrwoche zelebrieren.“ Antje Kapek, Fraktionsvorsitzende der Berliner Grünen, nannte Palmer gar einen „Irren“.
Daraufhin hatte ihn Berlin zur Besichtigungstour eingeladen. Flugs ruderte Palmer denn auch kurz vor seinem Hauptstadtbesuch zurück und bezeichnete seine Aussagen als „zugespitzt“.
In Berlin baute man unterdessen eilig Potemkinsche Dörfer für den hohen Besuch aus dem Schwabenländle.
Vor dem Spaziergang mit dem Berliner CDU-Fraktionschef Burkard Dregger durch den Görlitzer Drogenpark, waren laut Bild zehn Polizeibeamte damit beschäftigt, die ansässigen meist afrikanischen Drogendealer ausser Sichtweite des 46-jährigen Grünen-Politikers aus Baden-Württemberg zu scheuchen.
Für das Pressefoto strahlen beide Politiker vor leerer Parkkulisse in die Kamera, in der Hand den politisch korrekten Einkaufsbeutel aus Stoff mit der Aufschrift „More Berlin“.
Ein Görlitzer Park, durch den man unbelästigt von kriminellen Drogendealern spazieren kann, bleibt für den Normal-Berliner weiter ein ferner Traum. Kaum hatte die Politik-Prominenz ihre Parkrunde beendet, eroberten die afrikanischen Dealer „ihren“ Park zurück. (MS)
@jouwatch



