StartZARONEWS PresseAgenturZauberwort „Ich bring mich um“ – Abschiebung vorerst ausgesetzt

Zauberwort „Ich bring mich um“ – Abschiebung vorerst ausgesetzt

Nürnberg – Nachdem bei der Abschiebung des vollziehbar ausreisepflichtigen 26-jährigen afghanischen Asylbewerbers Jan Ali Habibi maximal Tumult unter Beihilfe des Flüchtlingsrates veranstaltet wurde, das SEK anrücken musste und stundenlang mit dem Einfangen des abgelehnten Asylbewerbers beschäftigt war, steht nun fest: Die Rückführung nach Afghanistan findet bis auf weiteres nicht statt.

In Nürnberg wird einmal mehr ein Dokument staatlicher Ohnmacht abgeliefert. Am Dienstagmittag sollte der abgelehnte Asylbewerber in der Unterkunft in Gewahrsam genommen und dann abgeschoben werden. Allerdings flüchtete der 26-jährige Afghane Habibi über ein Fenster in den Innenhof. Dort drohte er, sich etwas anzutun. Die Polizei nahm daraufhin Kontakt mit Spezialeinsatzkräfte sowie weitere Experten auf. Das ganze Spektakel wurde lautstark durch Aktivisten den Flüchtlingsrates begleitet und band die Einsatzkräfte für Stunden (jouwatch berichtete).

Der stellvertretende Pressesprecher der Regierung von Mittelfranken, Klaus Speckner bestätigt gegenüber dem Magazin Nordbayern, dass Habibi wegen fehlender Identitätspapiere bis dahin lediglich geduldet gewesen und seine Ausreisefrist nun seit beinahe zwei Jahren abgelaufen sei. Eine qualifizierte Beschäftigung oder Ausbildung sei nicht beantragt, so die Behörde weiter. Trotz ausdrücklicher Aufforderung vor einem Monat habe Habibi bei der Ausländerbehörde außerdem keine qualifizierten Atteste für eine angeblich psychische Erkrankung – wie der Flüchtlingsrat angibt – vorgelegt, aus denen sich eine Reiseunfähigkeit ergeben hätte.

„Nach internen Beratungen werden wir aber, um das Risiko der Suizidalität auszuschließen, weitere medizinische Untersuchungen anordnen. Die Rückführung nach Afghanistan findet bis auf weiteres nicht statt.“  (SB)

@jouwatch

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