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„Die werden es ja nicht schaffen“: Palmer erwartet vor OB-Wahl in Tübingen keinen Parteiausschluss

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Die Grünen) rechnet vor der nächsten OB-Wahl nicht mit seinem Parteiausschluss. Darüber äußerte er sich in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche“ am Mittwochabend.„Die werden es ja nicht schaffen, das Verfahren bis zur Wahl durchzuführen“, zeigte sich der Politiker überzeugt.Die Frage seiner Kandidatur ließ Palmer weiter offen. Ob er bei der Wahl des Stadtoberhaupts in Tübingen etwa als unabhängiger Kandidat oder für eine andere Partei antreten könnte, wollte Palmer nicht klar beantworten.„Es ist irgendwie schon schwer vorstellbar, gleichzeitig nominiert zu werden und ausgeschlossen zu werden. Das geht wohl beides nicht so gut“, meinte der Grünen-Politiker.Palmer hat nach eigenen Worten bisher von der FDP keine Einladung bekommen.„Ehrlich gesagt, vorstellen kann ich es mir auch nicht“, erklärte Palmer mit Blick auf eine Kandidatur für die FDP.Die OB-Wahl in Tübingen soll 2022 stattfinden.

Grünen-Parteitag beschließt Parteiordnungsverfahren gegen Palmer

Anfang Mai hatte ein Parteitag der Grünen in Baden-Württemberg beschlossen, ein Parteiordnungsverfahren gegen den Oberbürgermeister zu initiieren. Anlass für diesen Beschluss war ein Facebook-Beitrag Palmers über den früheren deutschen Fußball-Nationalspieler Dennis Aogo, in dem er eine rassistische Bezeichnung für Schwarze verwendete. Seine Parteikollegen kritisierten die „Schäden“, die er der Partei zugefügt hatte, und seine „populistischen und destruktiven Äußerungen“.

Am 22. Oktober 2006 wurde Palmer zum Oberbürgermeister der Stadt Tübingen gewählt. Er erreichte bereits im ersten Wahlgang mit einem Stimmenanteil von 50,4 Prozent die erforderliche absolute Mehrheit. Auf die Amtsinhaberin Brigitte Russ-Scherer (SPD) entfielen 30,2 Prozent. Im Januar 2007 legte Palmer sein Landtagsmandat nieder, um sich auf seine Tätigkeit als Oberbürgermeister konzentrieren zu können.

Bei der Wahl am 19. Oktober 2014 wurde Palmer mit 61,7 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang wiedergewählt, seine parteilose Gegenkandidatin Beatrice Soltys kam auf 33,2 Prozent.

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