StartPolitikEuropaAngela Merkel: Weg mit der Flüchtlingskrise!

Angela Merkel: Weg mit der Flüchtlingskrise!

Wenn es noch eines Beweises für den völligen Realitätsverlust der Bundeskanzlerin bedurft hätte, – in Leinefelde-Worbis hat sie einen geliefert. Eigentlich wollte CDU-Chefin Angela Merkel nur Wahlkampfhilfe für ihre Parteifreunde in Thüringen leisten. Doch dann machte sie erst einmal ihrem Frust Luft.

CDU-Chefin Angela Merkel war nach Thüringen gereist, um ihre Parteifreunde nach der Wahlschlappe der CSU in Bayern aufzurichten. Ihren angestauten Frust brachte sie aber mit. Der ewige parteiinterne Streit über die Flüchtlingskrise von 2015 zehrt an den Nerven der Bundeskanzlerin. Es gebe zwar in der Migrationspolitik „noch Probleme“, so Merkel am Samstag, vor allem aber seien seien 2015 „riesige Fortschritte“ zu verzeichnen.

Außer CDU-Funktionären weiß vielleicht noch der Geier, wovon die Frau redet. Dem Bürger kommt eine solche realitätsfremde Selbstbeweihräucherung eher vor wie das Pfeifen im Walde. Das geht schon mit der Formulierung „Flüchtlingskrise von 2015″ los. Jeder Zeitungsleser weiß, daß es die Flüchtlingskrise seit 2015 ist. Der einzige riesige Fortschritt, den der Bürger erkennen kann, ist der, daß es beim regierungsamtlichen Bemühen vorangeht, aus Illegalität Legalität zu machen. Ein sehr fragwürdiger Fortschritt. Im Dezember steht die Unterzeichnung des Globalen Migrationspakts an. Wenn Angela Merkel bis dahin noch im Amt ist, wird ihn Deutschland vermutlich mitunterzeichnen. Von wegen, es gebe derzeit „noch Probleme“, aber auch „riesige Fortschritte“.

Aber gut, Merkel sprach in Thüringen nicht zu den Bürgern, sondern zu CDU-Funktionären. Merkel mahnte beispielsweise, keine Zeit mehr zu verplempern. Der Bürger – nicht so der CDU-Parteifunktionär – fragt sich, warum jemandem nach Jahren der Zeitverplemperung einfällt, daß er ab sofort damit aufhören will. Die Parteivorsitzende: „Wenn wir uns für den Rest des Jahrzehnts damit beschäftigen wollen, was 2015 vielleicht so oder so gelaufen ist und damit die ganze Zeit verplempern, dann werden wir den Rang als Volkspartei verlieren. Deshalb fordere ich, dass wir uns jetzt um die Zukunft kümmern.“

Abgesehen davon, daß 2015 nichts „vielleicht so oder so gelaufen“ ist, sondern ganz genau so, wie es lief: Diese Frau kann nicht einmal mehr erkennen, was bereits verloren ist. Während man in ganz Europa vom Verschwinden der Volksparteien redet und bereits verschwundenen Volksparteien mit dem Fernglas hinterherschaut, und während die Union neuesten Umfragen zufolge bundesweit bei lediglich noch 25 Prozent dümpelt – und zwar mit weiter fallender Tendenz – schwadroniert die Abgehobene davon, daß erst in der Zukunft verloren werden könnte, was jetzt bereits weg ist. Gipfel der Selbstverkennung war Merkels Mahnung, die CDU dürfe „nicht zu sehr um sich selbst kreisen.

Das muß wohl ein Vorrecht sein, das sie für sich selbst reserviert hat, ohne daß ihr das je zu Bewußtsein gekommen wäre. Die Frau muß schließlich seit Jahren so tun, als habe sie Überzeugungen, die auf rationaler Überlegung beruhen. Frau Merkel hat sich im Spiegel ihrer Äußerungen der letzten fünfzehn Jahre offensichtlich noch nie gefragt, ob sie selbst sich heute auch nur noch ein einziges Wort glauben würde, wenn sie ein ganz normaler Bürger wäre. Offenkundig unfähig zu jedweder Selbstreflexion, ist es hauptsächlich die Kanzlerin, die um sich selbst kreist. Insofern ist ihre Mahnung an die thüringischen CDU-Funktionäre furchteinflößend, weil sie dokumentiert, daß Merkel durchaus klar ist, wie sehr man um sich selbst kreisen kann – und daß sie dennoch nicht daran denkt, sich diesbezüglich selbst infrage zu stellen.

Das typische Merkel-Geschwätz kannte daher auch in Leinefeld-Worbis wieder keine Grenzen, und so fuhr sie fort mit der folgenden Äußerung: „Seit einem Jahr beschäftigen wir uns in viel zu hohem Maße damit, ob wir beleidigt sein sollen über das Wahlergebnis“. Attraktiv, so die Kanzlerin,  seien für Wähler lediglich solche Parteien, die optimistisch in die Zukunft blicken.

Das wiederum war lediglich in der Formulierung eine kleine Abweichung vom politischen Standardsatz der Abgewählten, der sonst immer lautet: „Wir müssen jetzt nach vorne schauen“. Merkel sagte eben „jetzt um die Zukunft kümmern“ oder „optimistisch in die Zukunft blicken“. Als ob auch nur eine einzige Wählerstimme davon abhinge, wie Politiker aus der Wäsche heraus in die Zukunft schauen. Daß Merkel es darüber hinaus für eine von mehreren Optionen hält, nach einer Wahlschlappe „beleidigt“ zu sein, anstatt selbstkritisch nach den Ursachen zu fragen, spricht Bände über den Geisteszustand einer Frau, die neben keinem klaren Gedanken auch keinen einzigen geraden Satz herausbringt. In Leinefeld-Worbis dokumentierte die Bundeskanzlerin damit einmal mehr, wer Deutschland regiert: Eine Frau, die jeden Bezug zur Realität verloren hat, so sie jemals einen gehabt haben sollte.

Und so ging es weiter im einschläfernden Merkel-Singsang: „Nur dafür werden wir gewählt,  für nichts anderes. Die Menschen wollen von uns, dass wir mit Zuversicht in die Zukunft blicken, ohne uns die Welt schön zu malen.“ Wollte man das ernstnehmen, dann müsste man also glauben,  „die Menschen“ wählten eine Partei danach, wie die Funktionäre schauen – und daß Zuversicht auch denkbar wäre, wenn man die Welt in den dunkelsten Farben malt. Dennoch gab es von den Parteifreunden stehenden Applaus für die CDU-Vorsitzende. Den Normalbürger erinnert das alles an das Wort „Sportpalastrede“. Oder an die Volkskammer der DDR nach einer Rede der Staatsratsvorsitzenden. Im Grunde hat Merkel mit „die Menschen wollen, daß die CDU zuversichtlich …“ nichts anderes gesagt, als daß sie davon überzeugt ist,  „die Menschen“ schauten zu einer Führerin hoch, von der sie erwarten, daß sie – und nur sie – zuversichtlich nach vorne schaut, ganz egal, womit „die Menschen“ selbst in die Zukunft schauen. Und wenn es die Arschkarte ist, die sie zu diesem Zweck in eine Brille umfunktionieren müssen.

Nach den CDU-Parteifreunden kam dann die eigene Imagepflege an die Reihe. Es war an der Zeit, sich „bürgernah zu zeigen“. Wie geht das in Zeiten der allgegenwärtigen Handykamera? Frau Bundeskanzlerin stellt sich neben die „einfachen Leute“ und gestattet, daß diese Selfies von sich und der Kanzlerin machen. Wie lange gestattet sie das? Solange, wie sie von der Presse bei der Simulation von Bürgernähe per Selfie fotografiert wird, auf daß das Bild der „bürgernahen Kanzlerin“ Verbreitung finde. Es kommt aber nicht darauf an,wie sie sich zeigt, sondern darauf, wie sie ist. Und das ist mit „extrem bürgerfern“ noch sehr schmeichelhaft umschrieben. Leute, die Bürgernähe lediglich zeigen, nennt man Schauspieler. Ein Selfie, von dem nicht bekannt wird, daß Frau Merkel es mit sich hat schießen lassen, ist für die Kanzlerin völlig wertlos. Jeden Tag werden hundert Fotos von ihr geschossen, die sie sich anschauen könnte, ohne je selbst eines schießen zu müssen. In Leinefeld-Worbis durfte der Fahrer eines bereitstehenden Rettungswagens Selfies von sich und der Kanzlerin anfertigen.  Der einzige realistische Erkenntnisgewinn daraus ist also der, daß es Fahrer von Rettungswägen gibt, die keinen Stolz haben und denen es vor überhaupt nichts graust.

Hintergrund der ganzen Show sind sog. „Flügelkämpfe“ in der CDU, nicht etwa Kämpfe der parteiinternen Realisten gegen die Illusionisten. Angela Merkel wird in der internationalen Presse jedoch bereits als „lame duck“ gehandelt, als „lahme Ente“ also. Lahme Enten haben es so an sich, daß sie von Flügelkämpfen nicht viel halten. Weil sie die nur verlieren können.

Man muß sich aber nicht wundern, daß Deutschland noch immer eine Bundeskanzlerin hat, die weder logisch denken, noch vernünftig sprechen kann. Grund für ihre Förderung in der Nachwendezeit durch Helmut Kohl ist schließlich nicht gewesen, daß sie besonders aufrichtig, besonders intelligent oder mit einem Übermaß an objektiver Urteilskraft gesegnet gewesen wäre. Der einzige Grund war: „Sie ist eine Frau – und sie kommt aus dem Osten“. Angela Merkel belegte mit ihrem Auftritt in Thüringen wieder einmal eindrucksvoll, was dabei herauskommt, wenn man Entscheidungen entlang schwachsinniger Kriterien trifft. Armes Deutschland. Nach wie vor werden tagtäglich Bürger von illegalen Migranten niedergestochen, erpresst, ausgeraubt und ins Krankenhaus geprügelt. Die Kosten von Merkels völlig irrationaler Migrationspolitik steigen derweil ins Astronomische. Der Albtraum nimmt einfach kein Ende.

Für die Abgehobene im Kanzleramt sind das alles „noch Probleme“ bei gleichzeitigen „riesigen Fortschritten“. Sie zeigt also Bürgernähe. Die Frau ist die personifizierte Heimsuchung.

Quelle!:

Empfohlene Artikel
- Advertisment - Beschreibung des Bildes