StartZARONEWS PresseAgenturHigh Noon in Duisburg: Broder-Verhandlung nach 10 Minuten vertagt

High Noon in Duisburg: Broder-Verhandlung nach 10 Minuten vertagt

Der Publizist und Autor Henryk. M. Broder musste sich am Montag vor dem Duisburger Amtsgericht verantworten. Vorwurf: Er soll die selbsternannte Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor in einem Artikel beleidigt haben. Die Verhandlung wurde nach zehn Minuten vertagt, nachdem Broders Anwalt Joachim Steinhöfel von der Staatsanwältin und auch von der Richterin keine Antwort auf seine Frage erhielt. Mit Video.

Großer Auflauf am Montag vor Saal 256 am Duisburger Amtsgericht: Zahlreiche Medienvertreter wollten sehen, wie sich  Henryk M. Broder dafür rechtfertigt, dass er Lamya Kaddor, Lehrerin, Publizistin und selbsternannte Expertin für islamische Religion, in einem Beitrag der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ beleidigt haben soll. Broder soll ein Interview Kaddors mit dem Kölner Stadt-Anzeiger mit den Worten, sie habe „einen an der Klatsche“ kommentiert haben. Danach habe Kaddor einen „Ansturm von Hassmails, Bedrohungen und Beschimpfungen“ erhalten, wofür sie Broder und Tichy verantwortlich machte.

Broders Anwalt Steinhöfel fragte zu Verhandlungsbeginn, in welchem Kontext das Zitat entstanden sei. Darauf hatten die Staatsanwältin wie auch die Richterin keine Antwort. Unter dem Applaus seiner Anhänger verließ Broder nach zehn Minuten den Gerichtssaal. (SB)

@jouwatch

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