Die Linken sind von Natur aus Charakterschweine, das ist so ziemlich jedem bewusst, der noch bei klarem Verstand ist.
Wie verlogen und heuchlerisch diese Zeitgenossen tatsächlich sind, zeigt sich an dem inszenierten Staatsstreich, an dem auch die Süddeutsche Zeitung mit der Veröffentlichung eines Saufgelages auf Ibiza ihren Anteil hat und das nun zum Beben in der Alpenrepublik Österreich geführt hat. Die Linken könnten durch diesen „Streich“ die EU-Wahlen zu ihren Gunsten beeinflussen.
Erinnern wir uns: Vor knapp zwei Jahren veröffentlichte jouwatch ein Video von Christian Jung, das während eines Parteitages der Grünen in Berlin gedreht wurde. In ihm hatte Jung ein Gespräch zwischen Winfried Kretschmann und seinem Parteigenossen Matthias Geisel aufgezeichnet.
Christian Jung beschreibt sein Video mit folgenden Worten:
Winfried Kretschmann (Grüne) geht klar auf Distanz zu seiner eigenen Partei. Diese solle sich mit sechs bzw. acht Prozent zufrieden geben, wenn sie sich derart radikal gebäre. Im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel erklärt Kretschmann auf dem Parteitag den Beschluss, bis zum Jahr 2030 alle Benzin- und Diesel-Autos zu verbieten, zum „Schwachsinns-Termin“. Angesichts solcher Beschlüsse solle die Partei nicht „rumjammern“ und Kretschmann „in Ruhe lassen“ und ihren Wahlkampf „selbst“, sprich ohne Kretschmann, machen.
Kretschmann versucht offensichtlich, von der eigenen Partei Abstand zu gewinnen. Dieser traut der Ministerpräsident Baden-Württembergs offensichtlich keinen Wahlsieg bei der Bundestagswahl Ende September zu.
Der Aufschrei in linksgrünen Kreisen war entsprechend groß. Ganz besonders die „Süddeutsche Zeitung“ kriegte sich gar nicht mehr ein:
Der Feind ist inzwischen überall. Man kann ihm auch auf dem eigenen Parteitag begegnen. Oder von ihm dort heimlich gefilmt werden. So wie das am vergangenen Wochenende Winfried Kretschmann passiert ist. Während sich die Grünen in Berlin öffentlich hinter der Parteispitze versammelten, wetterte Kretschmann im Zwiegespräch mit einem alten Freund gegen einen zentralen Beschluss des Parteitags.
Er attackierte das Ziel, die Neuzulassung von Verbrennungsmotoren nur noch bis 2030 zuzulassen. Er schimpfte über „Schwachsinns-Termine“ und erklärte, bei solchen Beschlüssen werde er nicht mit in den Kampf ziehen: „Dann lasst mich in Ruhe und macht euren Wahlkampf selber!“, betont Kretschmann in dem Mitschnitt. Sein Wutausbruch war erkennbar nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Öffentlich geworden ist er nun trotzdem, und zwar durch die heimliche Aufnahme eines rechtspopulistischen Nachrichtenportals namens Jouwatch.com.
So, wie es aussieht, hat ein den Grünen nicht wohl gesonnenes Nachrichtenportal auf deren Parteitag sehr zielstrebig darauf gewartet, Pannen, Fehler, Widersprüche zu entdecken. Und es hat dabei heimlich Filmaufnahmen gemacht. Heimlich deshalb, weil Kretschmann und Kollege nicht wussten, dass sie da aufgenommen würden. Das jedenfalls beteuern sie im Rückblick.
Moralisch einwandfrei also ist das Handeln der Filmchenmacher nicht; außerdem steht es außer Frage, dass es höchst problematisch wäre, wenn auf einem solchen Parteitag jeder in jeder Sekunde damit rechnen müsste, heimlich gefilmt und danach öffentlich aufgespießt zu werden. Es würde jede Freiheit nehmen, in Konflikten eine eigene Meinung zu artikulieren, obwohl man im Grundsatz der Gemeinschaft folgen wird. Ein Parteitag mit tausend heimlichen Kameras wäre das Ende einer Debattenfreiheit, wie sie die Demokratie ausmacht…
Jetzt aber, wo es gegen den konservativen Gegner geht, klingt die Angelegenheit aus dem faulig stinkenden Mund der Süddeutschen-Redakteure doch etwas anders:
Wir, und hier sei dieses Personalpronomen bewusst benutzt, fühlen uns der Demokratie und der freiheitlichen Gesellschaft verpflichtet. Und wir wollen keinen Staat, in dem Politiker wie Heinz-Christian Strache oder Viktor Orbán sich der lästigen Kontrolle entledigen, indem sie Journalismus und Pressefreiheit erledigen.
Es kommt vor, dass Reporterinnen und Rechercheure Texte, Bilder, Daten, Videos erhalten, die unter zweifelhaften Umständen entstanden oder vielleicht sogar entwendet worden sind. Das Ibiza-Video ist so ein Fall.
Strache und Johann Gudenus wurden hereingelegt. Man kann dies eine Falle nennen. Allerdings ist es keine Falle, in die viele andere Politiker auch tappen würden. Das FPÖ-Duo wurde nicht gefangen und zu etwas gezwungen. Die beiden haben sich freiwillig und gerne entblößt, ohne freilich damit zu rechnen, dass ihr wahres Wesen öffentlich werden könnte.
Auf dem Videomaterial gibt es viele entlarvende, manche eklige und etliche fast Mitleid erregende Sequenzen. Die meisten davon sind privater Natur, sie sollen das auch bleiben. Einige allerdings sind politisch so relevant, dass sie nicht vertraulich bleiben dürfen: Straches Tauschangebot Wahlkampfhilfe gegen Staatsaufträge etwa oder seine Allmachtpläne zur Veränderung der Medienlandschaft in Österreich.
Hier setzt die Aufgabe des Journalismus ein. Das Material, die Umstände seiner Entstehung, die Echtheit des Gezeigten müssen akribisch geprüft werden. Und es gilt vor allem, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen, das politisch oder wirtschaftlich Relevante gegenüber dem die voyeuristischen Triebe Befriedigendem herauszuarbeiten. Dafür sind journalistische Profis nötig…
Es gibt einige kleine, aber feine Unterschiede zwischen dem jouwatch-Video von damals und dem Strache-Video von heute:
Wir haben mit dem fetten Arsch nicht in einer gut klimatisierten Redaktionsstube gehockt, die Hände aufgehalten, aber die „Drecksarbeit“ anderen überlassen.
Wir haben Kretschmann nicht in eine Falle gelockt, ihm eine Nutte auf’s Sofa gedrückt und ihn mit Drogen und Alkohol abgefüllt.
Das ist bei den Grünen aber auch nicht nötig, sie labern auch nüchtern genügend Quatsch.
Es wurde auch nicht, wie fälschlicherweise behauptet, heimlich gefilmt. Die Kamera war sichtbar, was man auch an den Blicken der Protagonisten erkennen kann. Es handelte sich beim Parteitag der Grünen, obwohl ebenso viel besoffener Schmarrn gelabert wurde auch nicht um eine Pivatparty, sondern um einen offiziellen Event, bei dem eben auch akkreditierte Journalisten ihrer Arbeit nachgehen durften.
Und: Kretschmann, wie Geisel und Hofreiter sind nicht zurückgetreten, aber vielleicht hilft uns ja die Süddeutsche Zeitung, dies zu ermöglichen.
@jouwatch



