StartPolitikEuropaMerkels „Fachkräfte“: Fake-Arzt aus Libyen erschlich sich noch mehr Jobs

Merkels „Fachkräfte“: Fake-Arzt aus Libyen erschlich sich noch mehr Jobs

Ein 37-jähriger Mann aus Libyen gab sich in Deutschland als Mediziner aus und erschlich sich so mehrfach Jobs als Arzt. Nun wurde bekannt: Der Fake-Arzt praktizierte an weitaus mehr Kliniken als bislang vermutet.

Mit Angela Merkels Gästen kamen nicht, wie versprochen, gut ausgebildete Ärzte in Massen. Was in Massen kamen, waren minder bis nicht ausgebildete, mehrheitlich muslimische junge Männer und der eine oder andere, schlecht ausgebildete Arzt. Darunter bunt gemischt: „Fake-Ärzte“.

So auch der 37-jährige Libyer, der sich in Deutschland als Mediziner ausgab und sich so mehrfach einen Job als Arzt ergaunerte. Wie die MZ berichtete, hat der „Schutzsuchende“ nicht nur in Kassel und Hildesheim als Arzt gearbeitet. Auch in Bayern trieb der Libyer sein Unwesen. Durch einen medizinischen Vermittlungsdienst, der die Dokumente des Fake-Arztes offenbar nicht ausreichend geprüft hatte, war der Mann auch an das Kemnather Krankenhaus in der Oberpfalz vermittelt worden.

Im Mai 2018 wurde der Libyer zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Im Prozess kam heraus, dass der Mann zwar in seinem Heimatland Medizin studiert, aber das Studium nie abgeschlossen hatte. Um in Deutschland als Arzt arbeiten zu können, fälschte er zahlreiche Dokumente. Außerdem wurde bekannt, dass der Libyer sich hohe Summen an Sozialleistungen erschlich, obwohl auf seinem Konto 75.000 Euro lagen. Nach seiner Haftstrafe drohe ihm und seiner Familie die Abschiebung, heißt es bei der MZ.

Wie jouwatch bereits berichtete, ist es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, wann die ersten Patienten unter der Hand eines minder ausgebildeten Arztes oder durch einen herein geflüchteten Fake-Arztes versterben. (SB)

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